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Curriculum vitae wissenschaftlich |
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Bereits die Promotion war eine "Dokumentation":
Eine biographische Dokumentation und Bibliographie des
Physiologen und Nobelpreisträgers Otto Loewi.
Während der klinischen Tätigkeit Beginn als einer der allerersten in Deutschland mit Datenverarbeitung zur Dokumentation mit Verfahren, die Volltextdokumentation einschlossen.
Ab 1.1.1968 lief nach vielmonatiger Vorarbeit und manchen Rückschlägen "der programmierte Arztbrief" zur Zufriedenheit aller Beteiligten in täglicher Routine am evangelischen Krankenhaus Bethesda zu Duisburg zusammen mit dem städtischen Rechenzentrum auf einer IBM 360/30. Es war ein Dokumentationsverfahren für alle Befunde eines Patienten, aus denen abschliessend der Arztbrief generiert wurde. Er basierte auf dem Grundprinzip Kodes fuer Häufiges, Klartext für Atypisches und Seltenes, als praktische Nutzanwendung aus dem Zipf-Gesetz. Diese Verfahren wurden nahtlos weiterentwickelt und sind heute in vielfältigem klinischen Einsatz.
Assistenzzeit bei Pirtkien in Stuttgart. Entwicklung der Neufassung des damals bekannten Vergiftungs- Auskunfts- und -Diagnose-Systems MEDIUC. Arbeit an einer mehrachsigen Klassifikation aller Symptome.
An der Deutschen Klinik fuer Diagnostik dann wurden die genannten Ansaetze fortgeführt und um zwei wesentliche Bereiche erweitert:
1. Entwicklung des Thesaurus der Arbeitsgemeinschaft Klartextanalyse der GMDS, "AGK-Thesaurus" (Zusammenarbeit mit Roettger in Frankfurt). Er wurde von vorneherein aus der tatsächlich benutzten, diktierten Nomenklatur entwickelt, auch aus den Diagnosen der DKD-Arztbriefen. An der AGK war auch Wingert beteiligt.
2. Mit Schalck zusammen wurde das erste automatische Klassifikationssystem für diktierte Diagnosen installiert. Es generierte automatisch aus dem Klartext den Klinischen Diagnose Schluessel (KDS) nach Immich. Über 15 Jahre wurde dieses System fortlaufend verfeinert und war extrem leistungsfähig.
1972 wurde das ursprünglich in Duisburg entwickelte Verfahren der "programmierten Befundschreibung", erweitert um den AGK-Thesaurus zur Klartextklassifikation, mit Bundesförderung bei Arztpraxen eingesetzt. Daraus resultierte einerseits die Weiterentwicklung zum heutigen Bund/Länderverfahren "Befunddokumentation und Arztbriefschreibung im Krankenhaus" (BAIK), andererseits der erfolgreiche Antrag für das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung in Köln für DOMINIG III, "Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem" (AKAS).
Konsequenterweise wurde neben der kontinuierlichen Pflege des AGK-Thesaurus für BAIK und der Symptom-Lexika für MEDIUC (Gastroenterologie) deshalb mit der Formulierung des Zentralthesaurus begonnen. Er enthält einerseits die genannten Terminologien, andererseits Verbindungen zu ICD-9, SNOMED, MeSH und CCD (Chinese Classifikation of Diseases). Dieser Zentralthesaurus wurde zusammen mit Sun Rong, ausserdem in Kooperation mit internationalen Kollegen (Walker, Satomura, Walters u.a.) im Arbeitskreis UMLS (Unified Medical Language System) vorangetrieben.
Aus der intensiven Bemühung um internationale Terminologie ist auch die automatische Übersetzung des Expertensystems DXplain (MGH, Barnett et al.) gewachsen, unter Benutzung des gemeinsam mit dem Autor (Moore) weiterentwickelten Systems TRANSOFT. Es basiert auf einem Lexikon medizinischer Begriffe und benutzte ursprünglich MeSH zur semantischen Disambiguierung.
Als Xmed wird dieses System erfolgreich eingesetzt, um diktierten Klartext zu klassifizieren (SGML) und zu kodieren (ICD-9).
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